Google Keyword Planner mit Claude nutzen: Keyword-Recherche per MCP

Veröffentlicht am 27. August 20268 Min Lesezeit

Google Keyword Planner mit Claude nutzen: Keyword-Ideen, Suchvolumen und Monatsverläufe direkt im Chat – und warum die Zahlen Stufen sind, keine Zählungen.

Illustration einer Chat-Blase mit KI-Funken, aus der vier Pfeile auf die Felder Ideen, Volumen, Gebot und Verlauf zeigen – eine Frage im Chat, vier Planner-Datenarten

Eigentlich willst du nur eine Zahl: Wie oft wird ein Begriff gesucht – und steigt das oder fällt es? Der Weg dahin führt normalerweise durch die Google-Ads-Oberfläche: Konto öffnen, Werkzeuge, Keyword-Planer, Begriffe eintippen, Filter setzen, exportieren.

Mit einem MCP-Server stellst du dieselbe Frage im Chat. MCP (Model Context Protocol) ist der offene Standard, mit dem KI-Assistenten wie Claude und ChatGPT sicher auf externe Datenquellen zugreifen – in diesem Fall auf den Keyword Planner.

Kurzantwort

Du nutzt den Google Keyword Planner mit Claude über einen MCP-Server: Der Google-Ads-MCP übernimmt die Planner-Abfragen, und Keyword-Ideen, Suchvolumen, Wettbewerb, CPC-Spannen und Monatsverläufe kommen als Antwort in den Chat. Eingerichtet wird eine Adresse in deinem Claude-Konto – Entwicklertoken, Cloud-Projekt oder Konfigurationsdatei brauchst du nicht. Wichtig für die Einordnung: Die Werte sind Googles Rundungsstufen, keine exakten Zählungen.

Was der Keyword Planner im Chat kann

Vier Datenarten stecken im Planner: Keyword-Ideen, Suchvolumen, Wettbewerb samt CPC-Spanne – und der Monatsverlauf, an dem du Trends und Saisonalität erkennst. Der Google Ads MCP von mcpwerk deckt alle vier mit zwei Befehlen ab.

Der Unterschied zeigt sich an einer echten Frage:

Beispiel-Prompt für Claude
Zieh mir für „google keyword planner", „keyword recherche" und „keyword analyse" die Monatsverläufe seit Januar 2025 – kurz als Tabelle mit Trend-Pfeil. Mach die Zeilen nur Quartalsweise
Claude-Chatfenster mit Quartalsdurchschnitten des Suchvolumens für drei Keyword-Begriffe seit 2025, mit Trend-Pfeilen und kurzer Einordnung der fallenden Verläufe

Aus 19 Monatswerten je Begriff macht Claude eine Quartals-Tabelle samt Einordnung – die Verdichtung ist der eigentliche Gewinn.

Die Planner-Oberfläche kann das nicht: Claude verdichtet die Monatswerte quartalsweise, setzt Trend-Pfeile und merkt selbst an, dass der laufende Monat noch fehlt. Du beschreibst das Ergebnis, nicht den Klickweg.

Der Befund im Bild ist übrigens unbequem: Alle drei Begriffe verlieren seit Anfang 2025 deutlich an Suchvolumen – der Kopfbegriff rund die Hälfte, die Longtails noch stärker. Ob dahinter die Abwanderung von Informationssuchen zu KI-Assistenten steckt, lässt sich aus den Zahlen allein nicht belegen – es wäre aber eine schlüssige Lesart. Sicher ist: Solche Antworten stecken genau in diesen Monatsverläufen.

Voraussetzungen und Verbindung

Du brauchst drei Dinge: ein mcpwerk-Konto mit verbundenem Google-Konto, die Ads-Stufe „Analyse & Keyword-Recherche" – die niedrigste, sie kann nichts verändern – und den Connector in deinem Claude-Konto. Die komplette Klickstrecke mit Portal, Stufen und der zweiten Anmeldung steht im Artikel Google Ads mit Claude verbinden; für den Keyword Planner ist sie identisch. Was ein MCP-Server grundsätzlich ist, erklärt der Grundlagen-Artikel.

Zum Vergleich der Selbstbau-Weg: Wer den Planner ohne gehosteten Dienst anbinden will, braucht laut Googles Entwickler-Dokumentation und den gängigen Open-Source-Anleitungen ein Entwicklertoken, ein Google-Cloud-Projekt, OAuth-Zugangsdaten und ein Ads-Konto mit hinterlegter Zahlungsmethode – dazu die Konfigurationsdatei auf dem Rechner. Für Entwickler machbar, für Marketing-Teams selten der richtige Aufwand.

Mit ChatGPT funktioniert der Konto-Weg genauso: Die Adresse wird dort in den Connector-Einstellungen hinterlegt, sofern dein Zugang Remote-MCP-Server unterstützt.

Keyword-Ideen und Suchvolumen abrufen

Die Ideen-Funktion arbeitet wie in der Oberfläche: Du gibst Seed-Begriffe hinein, der Planner schlägt verwandte Keywords mit Volumen und Wettbewerb vor. In unserem Test wurden aus drei Seed-Begriffen 50 Vorschläge – vom Kopfbegriff mit rund 5.400 Suchen im Monat bis zu Longtails mit 10.

Ideen-Abfrage als Struktur-Prompt
Hol mir Keyword-Ideen zu „google keyword planner" und „keyword recherche":
1) die 15 stärksten Vorschläge mit Suchvolumen und Wettbewerb
2) markiere Begriffe mit niedrigem Wettbewerb
3) Ausgabe als Tabelle, absteigend nach Suchvolumen

Der nummerierte Aufbau legt fest, welche Spalten kommen, wie gefiltert wird und in welcher Form die Antwort erscheint – statt Claude raten zu lassen. Alle Prompts in diesem Artikel wurden vorher am echten Konto ausprobiert.

Eine Grenze gehört ehrlich dazu: In jungen Nischen expandiert der Planner kaum. Für unsere MCP-Begriffe kamen schlicht keine Vorschläge zurück – das Werkzeug kennt nur, was schon nennenswert gesucht wird. Etabliertes Terrain liefert reichlich, Neuland bleibt leer.

Drei Muster decken den Alltag ab: Ideen zu Seeds („schlag mir Begriffe zu X vor"), Ideen zu einer URL („welche Keywords passen zu dieser Seite?") und Filterfragen („nur Begriffe mit niedrigem Wettbewerb"). Beide Befehle stehen mit allen Parametern in der Befehls-Dokumentation.

CPC, Wettbewerb und Monatsentwicklung prüfen

Das zweite Werkzeug nimmt eine feste Keyword-Liste und liefert je Begriff das Volumen, den Wettbewerb als Einstufung samt Index, die Gebotsspanne – und den kompletten Monatsverlauf, in unserem Test 19 Monate rückwirkend.

Kennzahlen-Prüfung als Struktur-Prompt
Prüf „google keyword planner kostenlos", „keyword planner alternative" und „suchvolumen keywords":
1) Suchvolumen im Monatsschnitt und Verlauf seit Januar 2025
2) Wettbewerb und Gebotsspanne in Euro
3) je Begriff ein Satz: steigt es, fällt es, oder ist es saisonal?

Das Ergebnis, verkürzt: Der erste Begriff liegt stabil bei rund 170 Suchen im Monat, der zweite ist klein und rückläufig, der dritte fällt von 210 im Schnitt auf 90 im Juli – und alle drei sprangen im September 2025 nach oben. Saisonalität, die im Durchschnitt unsichtbar bliebe. Die Gebotsspannen kommen technisch als Micros zurück, millionstel Währungseinheiten; Claude rechnet sie auf Nachfrage in Euro um.

Praxisbeispiel: eine echte Tiefenrecherche

Das folgende Beispiel ist keine Theorie – es ist die Recherche, mit der dieser Artikel selbst geplant wurde:

  1. Ideen ziehenDrei Seed-Begriffe hinein, 50 Vorschläge mit Volumen zurück – von 5.400 bis 10 Suchen im Monat.
  2. Verläufe prüfen„keyword recherche" fällt binnen anderthalb Jahren von Werten um 4.000 auf 880 – während die jungen MCP-Begriffe von null auf messbare Werte kriechen. Eine Abwärts- und eine Aufwärtsgeschichte, beide erst im Monatsverlauf sichtbar.
  3. Mit der Search Console abgleichenDie Search Console zeigt Suchanfragen, für die deine Seite schon Eindrücke sammelt – auch solche, die der Planner noch gar nicht kennt. Bei uns tauchte so eine „keyword planner"-Anfrage auf, die bereits auf unsere Doku-Seite zeigte – ohne Planner-Volumen, aber mit echter Nachfrage.
  4. Entscheiden und begründenDieser Artikel zielt bewusst auf einen kleinen Begriff mit rund 20 Suchen im Monat – weil die Suchintention exakt passt. Ein großes Keyword mit falscher Intention verliert gegen ein kleines mit richtiger.

Wie das in der Praxis aussieht: Die Keyword-Vorschläge kommen bei mir als Briefing an, und der Abgleich aus Keyword-Planner und Search Console trägt die Entscheidung meistens allein – da findet man echte Schätze, gerade über die Gap-Analyse. Mein Part ist der Blick darüber: Passen die Begriffe, haben sie Volumen? Ab und zu gebe ich einen Aspekt dazu, den die Daten nicht zeigen. Das kommt inzwischen selten vor – dafür ist der Ablauf zu gut verzahnt.

Die komplette Methodik gibt es frei zum Mitnehmen: als SEO-Projekt-Template auf GitHub – 13 Claude-Skills, die vier mcpwerk-MCPs vorkonfiguriert.

Grenzen und Datenrundungen

Die Zahlen sind Stufen, keine Zählungen. Googles Suchvolumina fallen auf eine feste Leiter aus rund 60 Rundungsstufen – unten in Zehnerschritten (10, 20, 30, 40, 50), dann 70, 90, 110, 140 und weiter mit wachsenden Sprüngen. Belegt hat das eine Analyse von 60 Millionen Keywords (Authoritas, November 2024) – und jeder Wert in diesem Artikel liegt exakt auf dieser Leiter. „880" heißt also nicht 880 Suchen, sondern: die Stufe 880.

Die Datenschärfe hängt am Konto. In der Weboberfläche zeigt Google ohne aktive Kampagne nur grobe Spannen wie „100–1.000". Betreiber von Selbstbau-Servern dokumentieren, dass feine Monatswerte auch über die API an minimale Werbeausgaben gekoppelt sind. In unserem Konto mit kleinem Budget kamen durchgehend Monatswerte im Feinraster – eine Zusage für jedes Konto lässt sich daraus nicht ableiten.

Der Planner überschätzt. Unabhängige Auswertungen – Ahrefs verglich 72.000 Keywords – kamen auf Überschätzung in über 90 % der Fälle. Behandle die Werte als Vergleichsgrößen: Für „welcher Begriff ist stärker?" taugen sie, als Traffic-Prognose nicht.

Junge Begriffe fehlen ganz. Liefert der Planner „keine Daten", heißt das unterhalb der Erfassungsschwelle – nicht null Nachfrage. Die Suchanfrage „keyword planner mit claude" ist so ein Fall: real vorhanden, im Planner unsichtbar.

Es sind Anzeigen-Daten. CPC-Spannen sind Gebotsschätzungen für Werbeanzeigen, keine Aussage über organische Klicks.

Merksatz

Planner-Werte sind Rundungsstufen mit Überschätzungs-Tendenz: verlässlich fürs Priorisieren, ungeeignet für Umsatzprognosen.

Zum Datenschutz: Die Abfragen laufen über die mcpwerk-Server in Nürnberg, deine Daten werden durchgeleitet und nicht gespeichert – Details auf der Seite Sicherheit und Hosting. Die Rohdaten stammen aus Google-APIs; diesen US-Transfer kann kein Anbieter auflösen. Das ist eine redaktionelle Einordnung, keine Rechtsberatung.

Unsere Empfehlung
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Häufige Fragen

Ist der Google Keyword Planner kostenlos?

Ja, das Werkzeug selbst kostet nichts. Google verlangt aber ein Google-Ads-Konto mit abgeschlossener Kontoeinrichtung – laut Google-Hilfe gehören dazu die Zahlungsinformationen. Werbung schalten musst du nicht, ohne Ausgaben zeigt die Oberfläche Volumina jedoch nur in groben Spannen.

Warum zeigt der Keyword Planner nur Spannen – und was ändert der MCP daran?

Ohne aktive Kampagne rundet die Weboberfläche auf wenige grobe Bereiche. Über die API kamen in unserem Konto Monatswerte im feinen Stufenraster. Exakte Zählungen werden aber auch daraus nicht: Es bleiben Googles Rundungsstufen.

Brauche ich eine aktive Kampagne oder Werbeausgaben?

Für den Zugang nicht. Die feinen Werte koppelt Google ans Konto – Selbstbau-Anleitungen berichten, dass minimale Ausgaben genügen. In unserem Konto kamen Feinraster-Werte; eine allgemeine Zusage ist das nicht.

Brauche ich ein Entwicklertoken oder ein Google-Cloud-Projekt?

Nein. Beides gehört zum Selbstbau-Weg über die Google-Ads-API. Beim gehosteten Weg meldest du dich im Portal mit deinem Google-Konto an und trägst eine Adresse in Claude ein – mehr nicht.

Funktioniert das auch mit ChatGPT?

Ja, sofern dein Zugang Remote-MCP-Server unterstützt. Die Adresse wird dort in den Connector-Einstellungen hinterlegt; die Menüpunkte heißen je nach Programm anders.

Wie aktuell sind die Zahlen?

Die Prognose-Daten aktualisiert Google laut eigener Hilfe täglich. Die Monatsverläufe hinken hinterher: Ende August war der Juli der letzte vollständige Monat im Planner.

Was kostet der Zugriff über mcpwerk?

Der Google-Ads-MCP kostet 20 €/Monat, der Keyword Planner ist enthalten. Alle vier MCPs zusammen 60 €/Monat, sieben Tage kostenlos testen.